Synagoge Gotha

Jüdisches Leben in Gotha Stadtspaziergang

Sonntag | 15.03.2026 | 15:00 Uhr
Gotha | Treffpunkt Gotha: Stadtmodell am Historischen Rathaus | Hauptmarkt 34 99867 Gotha

Der circa 90-minütige Spaziergang beginnt am unteren Hauptmarkt und endet am Gymnasium Ernestinum. Matthias Wenzel vom Verein für Stadtgeschichte, führt zu ehemaligen Wohn- und Wirkungsorten, zur zerstörten Synagoge und zu Stolpersteinen.
Lediglich die Straßenbezeichnung Jüdenstraße erinnert noch bis heute daran, wo sich im Mittelalter das jüdische Viertel befand, das 1349 auch in Gotha einem Pogrom zum Opfer fiel.
Auf dem Hauptmarkt und in der gesamten Innenstadt erinnern Wohn- und Geschäftshäuser sowie „Stolpersteine“ an das verdienstvolle Wirken von jüdischen Ärzten, Bankiers, Rechtsanwälten, Kaufleuten und Industriellen, die seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Gotha lebten.
Der Rundgang führt zunächst zum Standort der 1904 eingeweihten Synagoge in der heutigen Moßlerstraße, die 1938 in der Reichspogromnacht durch Brandstiftung zerstört und im Frühjahr 1939 abgerissen wurde. Die im November 1988 eingeweihte „Denkstelle“ wurde 2020 im Zuge des Baus des Altstadtforums erneuert und erweitert. Zurück im Stadtzentrum führt der Weg an mehreren Stolpersteinen vorbei. Durch die Jüdenstraße und über den Klosterplatz geht es zum Gymnasium Ernestinum, wo der jüdische Studienrat Walter Ruppel lehrte, der im KZ Auschwitz ermordet wurde.

Um Voranmeldung wird gebeten, unter info@tivoli-gotha.de

Eine Veranstaltung des Bildung vereint e.V. Gotha →

Eintritt frei | Spenden erbeten