Gegen das Vergessen Zur Geschichte des Jüdischen Antifaschistischen Komitees (JAK)
In Amerika, England und Palästina sind durch Reisen von Leitungsmitgliedern des, Ende 1941 in der Sowjetunion ins Leben gerufenen, Jüdischen Antifaschistischen Komitees (JAK) Hunderte Hilfskomitees für die Hilfe für die Sowjetunion in der Kriegszeit gegründet worden. Ca. 45 Millionen US-Dollar wurden im Westen für die Rote Armee gesammelt. Das JAK mit Sitz in Moskau entwickelte sich zu einem lebendigen jüdischen Treffpunkt und Zentrum des Kampfes gegen eine zunehmende Toleranz des Antisemitismus, weiß Arno Lustiger, Verfasser des „Rotbuch. Stalin und die Juden“ zu berichten. Dr. Wladislaw Hedeler zeichnet im Vortrag die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte des JAK sowie die Schicksale seiner Führungsmitglieder nach.
Auch wenn die Sowjetunion 1947 selbst für die Teilung Palästinas stimmte, sah man in den Mitgliedern des JAK bald bürgerliche Nationalisten, angebliche Agenten des amerikanischen Imperialismus. Am 8. Mai 1952, die 15 Angeklagten saßen schon lange in Haft, begann in Moskau der Geheimprozess gegen die Mitglieder des JAK. Bis auf Lina Stern und den in der U-Haft verstorbenen Solomon Bregman wurden alle Angeklagten zur Höchststrafe verurteilt.
Dr. Wladislaw Hedeler (Berlin) ist als Publizist, Übersetzer und Historiker tätig. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der Komintern und des sowjetischen Gulag-Systems. An diesem Abend wird erstmalig eine Broschüre des Vortragenden zum JAK vorgestellt.Um Voranmeldung wird gebeten unter info@tivoli-gotha.de.
Der Veranstaltungsort ist leider nicht barrierefrei.
Eine Veranstaltung des Bildung vereint e.V. Gotha →
Eintritt frei | Spenden erbeten