Grußwort des Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Besucherinnen und Besucher,

zum nunmehr 34. Mal feiern wir gemeinsam die Jüdisch-Israelischen Kulturtage im Grünen Herzen Deutschlands. Mein Dank gilt allen, die dieses Miteinander auch in diesem Jahr möglich machen und dabei helfen, jüdisches Leben in seiner ganzen Breite sichtbar zu machen – insbesondere der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen sowie dem Förderverein für Jüdisch-Israelische Kultur in Thüringen e. V.

Jüdische Kunst und Musik, Kultur und Lebensfreude prägen unsere Heimat seit über 900 Jahren. Auch in diesem Jahr wird an 16 Orten in ganz Thüringen bei über 80 Veranstaltungen gefeiert und diskutiert, aber auch erinnert und gedacht. Gerade in dieser Spannung liegt die große Stärke der Jüdisch-Israelischen Kulturtage: Sie feiern die Vielfalt jüdischen Lebens – und sie verschweigen nicht die Bedrohungen, denen dieses Leben in Vergangenheit und Gegenwart ausgesetzt war und ist. Die historischen Erfahrungen mahnen: Es braucht jeden Einzelnen von uns, um antisemitischem Hass entgegenzutreten – egal hinter welcher Maske er sich verbirgt. Das Fundament dafür ist der Zusammenhalt, den wir hier jedes Jahr aufs Neue leben.

Erst im vergangenen Jahr durfte ich mit einer Delegation Israel besuchen und die Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern weiter vertiefen. Ich habe Menschen kennengelernt, die voller Hoffnung, Elan und Lebensfreude jeden Tag ihr Bestes geben, um ihre Heimat voranzubringen – trotz der Bedrohungen und Herausforderungen, denen sie sich tagtäglich stellen müssen. Diese Leidenschaft verbindet Thüringen und Israel. Lassen Sie uns dieses Band gemeinsam weiter stärken. Und dafür gibt es keinen besseren Ort als die Jüdisch-Israelischen Kulturtage!

Herzlich
Ihr
Mario Voigt