Fritz Bernstein – Antisemitismusforscher, Zionist und Staatsgründer aus Thüringen
Vor 100 Jahren veröffentlichte der gebürtige Thüringer Fritz Bernstein sein wichtiges Buch über den Antisemitismus als Gruppenerscheinung. Ein Thema von leider bleibender Aktualität. Bernstein lebte seit 1909 in den Niederlanden und war ab 1930 Präsident der dortigen Zionistischen Organisation. Mit seiner Familie emigrierte er 1936 nach Palästina. Er gehört zu den Mitbegründern des Staates Israel.
Im Mittelpunkt des Vortrags stehen einerseits Bernsteins Bewertungen zum Antisemitismus, andererseits seine Vorstellungen um das Jahr 1926 zu einer möglichen Staatsgründung im Heiligen Land. Sachbuchautor Gann geht dabei u.a. den Fragen nach, wie Bernstein die Folgen für die dort auch wohnenden Araber einschätzte und ob er einen binationalen Staat aus seiner zionistischen Sicht für denkbar hielt.
Bernstein war von 1949 bis 1965 Parlamentsmitglied (Knesset) und von Mai 1948 bis März 1949 sowie von Dezember 1952 bis Juni 1955 Minister für Handel und Industrie. Er starb am 21. März 1971 in Jerusalem im Alter von 70 Jahren.
Sein Buch über den Antisemitismus wurde von Albert Einstein als klassisches Meisterwerk bezeichnet.
Christoph Gann ist Vorstandsvorsitzender der B.M. Strupp-Stiftung, die in Meiningen den Lern- und Gedenkort – Jüdische Geschichte und Antisemitismus betreibt.
Der Veranstaltungsort ist leider nicht barrierefrei.
Eintritt frei | Spenden erbeten