JIKT präsentiert: „Spätes Tagebuch“ – Kooperation mit der Volkshochschule Erfurt Vortrag über die Erinnerungen von Max Mannheimer (1920 bis 2016)

Mittwoch | 23.03.2022 | 17:15 Uhr
Erfurt | Begegnungsstätte Kleine Synagoge Erfurt | An d. Stadtmünze 4 99084 Erfurt

Max Mannheimer hat alles durchlitten, was einem Menschen in dem von den Deutschen entfesselten Inferno zustoßen konnte: Demütigung, Vertreibung, Internierung im Ghetto, Tod fast der ganzen Familie in der Gaskammer, Arbeitslager und KZ, Hunger, Krankheit und Misshandlung. Wie durch ein Wunder hat er die Hölle überlebt. Mannheimer sprach lange nicht über das, was er erlebt hatte. Erst, als er irrtümlich seinen Tod nahe glaubte, entschloss er sich, für die Nachgeborenen das Erlittene festzuhalten.
Max Mannheimer war bis zu seinem Tode im September 2016 unermüdlich tätig in Vorträgen, Diskussionen und Führungen durch die KZ-Gedenkstätte Dachau. In zahllosen Veranstaltungen, vor allem auch in Schulen, leistete er die schmerzlichste Arbeit der Erinnerung. Sein "Spätes Tagebuch" ist ein großes menschliches Dokument und erschien erstmals 1983.
Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah.
Der Vortrag beschäftigt sich mit dem mahnenden und auftragsgebenden Vermächtnis Max Mannheimers, das in den vergangenen Jahren, Monaten und Wochen an trauriger Aktualität gewonnen hat.

Eintritt 8€, Anmeldung unter volkshochschule@erfurt.de erbeten

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