Kontinuität des Umbruchs             Jüdische Komponisten in Berlin ab 1930

Termin

Video-Konzert – Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur

Konzert Duo ID

Kamera und Schnitt: Alice End
Ton: Pius Mader
Assistenz Duo ID: Zihan Liu
© 2021

Info

Duo ID
Itay Dvori, Klavier
Detlef Bensmann, Altsaxofon
 

PROGRAMM:
Erwin Schulhoff  (1894-1942)
Hot-Jazz-Sonate für Altsaxophon und Klavier (1930)

Ursula Mamlok (1923-2016)
“Rückblick” für Altsaxophon und Klavier (2002)
In Erinnerung an die Reichspogromnacht am 9. November 1938
I. Hurried  II. Elegy – Calm  III. With energy  IV. Lament – Mournful

Paul Dessau (1894-1979)
Suite für Altsaxophon und Klavier (1935)
1. Petit Ouverture – Allegro non troppo
2. Air – Andante un poco mosso
3. Serenade – Allegro mosso

Duo ID „Nur ein Traum?“ 
Spontane Improvisation für Altsaxophon und Klavier

Darius Milhaud (1892-1974)
“Scaramouche” – Suite für Saxophon und Orchester
1. Vif  2. Modéré  3. Brazileira – Mouvement de Samba

 

 

 

Im Berlin der zwanziger und dreißiger Jahre galt das Saxophon als das Instrument der Moderne. Es stand für das neue Lebensgefühl ebenso wie für gesellschaftlichen Fortschritt. Unter den in Berlin wirkenden Komponisten waren es in der Mehrzahl jüdische Komponisten und Komponistinnen, die Saxophone in ihre Werke einbezogen. Die bis heute anhaltenden kontinuierlichen, gesellschaftlichen politischen, kulturellen wie auch persönlichen Umbrüche haben dazu geführt, dass Saxophone in Berlin wieder eine ähnliche Rolle spielen. Jüdische KomponistInnen, die aus ihrem Exil zurückkehrten oder ihre Werke sandten, haben ebenso ihren wesentlichen Anteil an dieser erfreulichen Entwicklung wie jene der nachfolgenden Generationen, die Berlin als neues Zentrum der aktuellen kulturellen Moderne für sich entdecken und weiter entwickeln.

Der Saxophonist Detlef Bensmann und der Pianist Itay Dvori präsentieren in ihrem Programm eine Auswahl repräsentativer Stücke von Erwin Schulhoff, Paul Dessau,  Ursula Mamlok und Darius Milhaud sowie eine spontane Improvisation.