Grußwort des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow

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Thüringer Staatskanzlei

Sehr geehrte Damen und Herren,

bereits zum 29. Mal in Folge kündigen sich die „Thüringer Tage für jüdisch-israelische Kultur“ an. Erstmals gestaltet der Förderverein für jüdisch-israelische Kultur e. V. diese Kulturtage in Kooperation mit der Jüdischen Landesgemeinde. Der Verdienst um die kulturelle Wissensvermittlung in den vergangenen 28 Jahren ist dem Förderverein gar nicht hoch genug anzurechnen, wurde und wird dadurch doch ein aktiver Beitrag gegen latenten Antisemitismus und für ein gutes interkulturelles Miteinander geleistet. Das Festival will sich bewusst als ein deutlich jüdisch geprägtes Format präsentieren und zugleich Zeugnis dafür ablegen, dass jüdische Kultur ihren Platz in der Mitte der Gesellschaft hat.  

Als Landesregierung freut es uns, und mich als Schirmherren der Kulturreihe ganz besonders, dass diese langhin etablierten und namhaften „Thüringer Tage für jüdisch-israelische Kultur“ im Jahr 2021 nicht zufällig unter dem Motto „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“ stattfinden. Sie leisten nämlich als eines der Hauptprojekte einen unverwechselbaren Beitrag zum gleichnamigen Themenjahr und bilden in dessen Ausklang einen der letzten Höhepunkte. 

Mit dutzenden Veranstaltungen von enormer kultureller Bandbreite – Konzerten, Lesungen, Vorträgen, Synagogenführungen, Ausstellungen, Filmvorführungen, Puppentheateraufführungen – bietet sich an authentischen Orten in zehn Thüringer Städten mannigfache Gelegenheit, Einblick in das facettenreiche jüdische Leben zu nehmen. Das Festival lädt ein, auch in direkter Begegnung mit aus Israel eingereisten Künstlerinnen und Künstlern, jüdische Kultur in all ihrer Lebendigkeit zu erfahren. Zahlreiche Netzwerkpartner, die mit bewundernswertem Engagement eigene Beiträge leisten, aber auch das Kultur- und Bildungszentrum der Jüdischen Landesgemeinde, werden ihre Pforten öffnen und den vielfältigen Veranstaltungsformaten eine Bühne bereiten. Die „Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur“ verdienen gerade deshalb ein interessiertes und zahlreiches Publikum, besonders nach den pandemiebedingten Entbehrungen. Das ist es, was ich den Veranstaltern wünsche: In diesem Sinne eine gelingende Festwoche!

Ihr

Bodo Ramelow
Ministerpräsident des Freistaats Thüringen